Facharzt für Neurochirurgie

Ulrich T., 41, aus Berlin
Ltd. Oberarzt Kinderneurochirurgie


Bitte nennen Sie uns Ihren Beruf:

Von meiner Ausbildung her bin ich Facharzt für Neurochirurgie, habe mich dann im Weiteren auf Pädiatrische Neurochirurgie, also Neurochirurgie für Kinder spezialisiert. Inzwischen bin ich Leitender Oberarzt für Kinderneurochirurgie an einem großen Krankenhaus.

Bitte skizzieren Sie uns einen Ihrer typischen Arbeitsalltage:
Der Tag beginnt um 7:30h mit Frühbesprechung in der Abteilung. Ab 8:10h bis 14:00h arbeite ich im Operationssaal und operiere Kinder.
Ab 14:00h - ca.19:00 schließen sich Visiten, Besprechungen, Dokumentation und Forschung an. Meist ist der Arbeitstag dann jedoch noch nicht beendet, da es auch immer wieder Notfälle gibt.

Schildern Sie uns die wichtigsten Anforderungen.
Was muss man grundsätzlich können?
Neben der Anwendung des medizinischen Wissens und der Erfahrung ist es das Entscheiden und Verantwortung tragen.

Was für ein Mensch muss man für diesen Beruf sein?
•    Belastbar
•    Einfühlsam
•    Selbstkritikfähig

Welche fachlichen, aber auch sozialen Anforderungen werden dafür gebraucht?
•    Wissen
•    Umsetzung von Wissen: intellektuell und manuell
•    Räumliches Denken
•    Teamfähigkeit
•    Fähigkeit, Wissen zu vermitteln

Was reizt Sie besonders an Ihrem Job?
Die menschliche Interaktion in Verbindung mit chirurgischer Intervention und emphatischer Unterstützung.

Was ist schwierig und nervt vielleicht manchmal?
Die zeitliche Investition ist enorm.

Was war bisher Ihre größte Herausforderung?
Die OP am nächsten Tag!

Bitte beschreiben Sie uns kurz Ihren persönlichen Werdegang.
•    Abitur in Bad Honnef (1990)
•    Medizinstudium in
Tübingen (1991-1994)
Wien (1994), Berlin (1994-1998)
•    Auslandsaufenthalte in
New York Pittsburgh (1997),
Baltimore (2007)
•    Assistenzarzt Charité (1998-2004)
•    Facharzt für Neurochirurgie (seit 2004)
•    Oberarzt der Kinderneurochirurgie (seit 2005)
•    Habilitation (2007)

Wie sind Sie auf Ihren Beruf gekommen?
Über die Arbeit als im Pflegepraktikum vor dem Medizinstudium.

Warum haben Sie sich dafür entschieden?
•    Aufgrund der Faszination für das Fach
•    Das Privileg zu erkennen, den Beruf ausführen zu dürfen

Was sind die nächsten geplanten Karriereschritte?
Der Aufbau einer eigenen Abteilung

Was würden Sie jungen Menschen in Hinblick auf Praktika, Ausbildung und Studium empfehlen?
Dahin zu gehen, wo man möglichst viel sehen und lernen kann.

Welche Chancen bietet Ihr Beruf in Zukunft?
•    Berufsstabilität im Sinne von geringem Risiko einer Arbeitslosigkeit
•    leitende Funktion

Welche Herausforderungen oder Veränderungen sind zu erwarten?
•    Akademische Herausforderungen:
Publikationen
Vorträge
Aktivität in internationalen Gesellschaften
•    internationaler Austausch
•    Klinische technische Herausforderungen der chirurgischen Weiterentwicklung

Danke für das Gespräch!

 
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