Innenarchitektin

 

Christiane S., 43, aus Frankfurt


Bitte nennen Sie uns Ihren Beruf:
Innenarchitekt, d.h. gestalten und einrichten von Innenräumen, Um- und Anbauten. Bauvorlage berechtigt für Häuser bis zu 200qm Wohnfläche.

Bitte skizzieren Sie uns einen Ihrer typischen Arbeitsalltage:
So früh wie möglich in Office, spätestens 7.30 Handwerker organisieren, telefonieren, Bauleitung, zur Baustelle., Später zeichnen, entwerfen, Muster bestellen, Produkte suchen, Kunden sprechen.

Schildern Sie uns die wichtigsten Anforderungen:
Wenn man nicht entwerfen kann, und es handelt sich hierbei um eine Gabe, die man nicht erlernen kann, nur erwecken und schulen -  wird man ein überqualifizierter Möbelverkäufer oder in Architekturbüros ausgenützt.
Zudem sollte man alle Komponenten eines guten Verkäufers mitbringen, der das Schiff steuern muss. Sachkenntnis über die Gewerke am Bau sind unbedingt erforderlich und Durchhaltevermögen, da man die Kunden über Monate hinweg betreut.
Weiterhin hilfreich sind ein ganz breites Allgemeinwissen, gesunder Menschenverstand und Humor, Dinge gezielt hinterfragen können und neue Lösungen für alte Probleme finden.
 
Was reizt Sie besonders an Ihrem Job?
Das Allerschönste ist die Entwurfsphase. Etwas entstehen zu lassen. Für die Umsetzung braucht man dann alle guten Eigenschaften die man haben kann.
 
Was war bisher Ihre größte Herausforderung?
Das Studium in Regelstudienzeit zu schaffen. Ich war in den Klausuren gelegentlich durchgefallen.
Die erste Baustelle: Ein Anbau an eine Villa in Kronberg, vor allem deswegen, weil meine Chefin nicht hinter mir stand.
 
Bitte beschreiben Sie uns kurz Ihren persönlichen Werdegang:
Abitur
Stewardess
Studium zur Diplom-Innenarchitektin in Mainz
Viele Praktika, Nebenjobs im Bereich Architektur
Praktika im Bau Haupt- und Nebengewerbe sind Pflicht. Lehre als Schreiner ist klassisch.

Was würden Sie jungen Menschen in Hinblick auf Praktika, Ausbildung und Studium empfehlen?
Auslandaufenthalte immer, egal was, es prägt die Persönlichkeit. Egal wo man ist,  die Architektur anschauen, z..B. die Zimmer der besten Hotels am Platz. Ist mir auch in NY gelungen. Vorher recherchieren.
 

 
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